Hafer

Wir setzen Hafer aus mehreren Gründen in unserem Brauverfahren ein und keinen Weizen oder Gerste. Zum einen hat der Genusskoarl über Hafer seine Diplomarbeit geschrieben und so dieses Getreide schätzen gelernt. Zum anderen beim Brauen selbst sorgt der Hafer durch seine Kohlenhydrate für einen optimalen Fermentationsverlauf und auch im Anbau hat auch so seine Vorteile.

Geschichte & Vorkommen

Der Hafer konnte bereits ca. 5000 v.Ch. erstmals als Kulturpflanze nachgewiesen werden und wird spätestens seit der Bronzezeit im Alpenvorland genutzt. Dies belegen Funde aus Pfahlbausiedlungen in der Schweiz.

Eine solange Anbaugeschichte führt auch zu einer ganzen Reihe an Namen im deutschen Sprachgebrauch, einige davon sind: Biven/Biwen (Ostfriesland), Evena/Evina (mittelhochdeutsch), Flöder (Graubünden), Habaro/Haberr/Habir (althochdeutsch), Habbern/Haberen/Hafern/Haffern (mittelhochdeutsch), Haber (Schweiz), Haffer (Frankfurt), Haowr´r (Altmark), Havern (mittelniederdeutsch), Hawer/Hawerkorn (Mecklenburg, Waldeck, Unterweser), Heberin/Hebrein Brod (mittelhochdeutsch), Huever (Siebenbürgen), Hyllmann (Schwaben), Koorn (Münsterland) und Rispenhafer.

 

Angebaut wird der Hafer vor allem in Gegenden mit gemäßigtem Klima und hohen Niederschlägen und stellt nur geringe Ansprüche an den Boden. Durch den Anbau von Hafer kann auch die Ausbreitung von Schädlingen für Getreide wie Gerste und Weizen eingeschränkt werden, diese können sich nicht auf den Haferfeldern vermehren.

Bild: Hafer-Anbaugebiete (Quelle: Wikipedia.org, Februar 2020)

Im Jahr 2017 wurden weltweit 25 Millionen Tonnen Hafer angebaut, verglichen mit Weizen 735 Millionen Tonnen (2018) spielt Hafer in der Landwirtschaft eine untergeordnete Rolle. Für den Genusskoarl ein weiterer Grund für Hafer als Rohstoff für seine Produkte, unterschiedliche Kulturen führen zu einer größeren Biodiversität.

Gesundheitliche Aspekte des Hafers

Was die Nährstoffe betrifft so hat Hafer an sich eine Reihe von positiven Auswirkungen. Darunter auf die Verdauung durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen, allem voran das Beta-Glucan. Dieser besondere Ballaststoff wirkt sich unter anderem positiv auf das Cholesterin aus und reduziert das Risiko an Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und die koronare Herzkrankheit zu erkranken.  Diese positiven Eigenschaften treten allerdings erst bei höheren, regelmäßigen Dosen auf, welche in der WienerWürze nicht erreicht werden. Allerdings wenn der Haferbrei mit WienerWürze gewürzt schon.

Für Menschen, welche an Zöliakie leiden stellt Hafer eine Besonderheit dar. Es handelt sich zwar um eine Verwandte von Weizen, Gerste, Roggen und Co. kann aber von vielen Zöliakie erkrankten konsumiert werden. Bei Hafer kommt es jedoch im Anbau und bei der Verarbeitung häufig zu Verunreinigungen mit Glutenhaltigen Getreiden wodurch nur getesteter Hafer auch ohne bedenken konsumiert werden kann. Produkte, die das „glutenfrei Logo“ der Zöliakie-Gesellschaft tragen können ohne Probleme konsumiert werden.

Die Informationen über den Hafer wurden zusammengefasst von Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Saat-Hafer) im März 2020.